Die
heimische Vogelwelt
Kulturfolger wie Sperling oder Mehlschwalbe, aber auch Rotschwänze
suchen immer häufiger die Umgebung des Menschen. Wenn die meisten von uns noch
schlafen, beginnen die Hausrotschwänze schon zu singen, um ihre Reviere
abzugrenzen. Aus der Nähe zum Menschen lässt sich allerdings nicht schließen,
dass diese Vogelarten nicht gefährdet seien.
Moderne
Fassaden ohne Nistmöglichkeiten und das Verschwinden von offenen
Parklandschaften machen es diesen Tieren schwer, ausreichend Nahrung zu finden
und ungestört ihre Jungen aufzuziehen. Um deutlich zu machen, dass auch Vögel,
die in unserer Umgebung noch recht häufig vorkommen, unsere Aufmerksamkeit
brauchen, wurde der Haussperling zum Vogel des Jahres 2002 gewählt.
Mitte
April, zum Beginn des Frühlings, besetzen die Vögel ihre Reviere. Auch wenn
viele Arten bezüglich der Nistplatzwahl nicht sehr anspruchsvoll sind, sind
artgerechte Nisthilfen ein Beitrag zu aktivem Vogelschutz.

Von
Höhlenbrütern, wie dem Feldsperling, der Kohl- oder Blaumeise, wird dieser
Nistkosten häufig auch als Winterschutz vor rauem Wetter genutzt.
Tipps
für eine erfolgreiche Ansiedlung
Der
richtige Standort
0ft sind
nicht nur die richtigen Maße einer Nisthilfe für den Erfolg entscheidend,
sondern auch wo und in welcher Höhe sie angebracht wird.
Während
Rotkehlchen und Zaunkönig untere Etagen von Bodennähe bis zu einem Meter Höhe
bevorzugen, ziehen Hausrotschwanz und Sperling darüber liegende Lagen mit
freiem Anflug vor.
Die
meisten kleineren Höhlenbewohner wie Meisen oder Bachstelzen sind flexibel, was
die Höhe der Anbringung angeht.

Dieser
Nistkasten mit einer Fluglochweite von 35 mm wird sowohl von kleinen Höhlenbrütem, wie Blau-, Tannen- oder Haubenmeisen als auch
von größeren wie dem Gartenrotschwanz oder der Kohlmeise angenommen. Will man
gezielt Kleinstvögel ansiedeln, sollte Kästen mit kleineren Fluglöchern der
Vorzug gegeben werden.
Herbst
oder Winter, da viele Vogelarten Nisthilfen auch als Schutz vor kalter
Witterung nutzen.
Grundregeln
Als
Standort für Nistkästen ungeeignet sind Plätze,
bei denen
Wind und Regen freien Zugang zur Flugöffnung haben, die direkt und lang
andauernd der Sonne ausgesetzt sind, wo Nesträuber (Katzen oder Marder)
leichten Zugang haben, wo sie stark im Wind schaukeln.
Wird die
Nisthilfe nicht angenommen, probieren Sie einen anderen Standort. Zur
Befestigung an Baumstämmen sollten Sie Aluminium-Nägel verwenden, da diese dem
Baum nicht schaden.
Reinigung
Kleinvögel
bauen ihre Nester selbst, beziehen also am liebsten leere Nisthöhlen. Darum
sollten Sie die Bruthöhlen möglichst gleich, spätestens aber im Herbst
reinigen. Wenn nötig kann Wasser oder Feuer zur Reinigung von Parasiten
verwendet werden. Schwalben beziehen sehr gerne das Nest vom Vorjahr. Darum:

Mit einem
Flugloch von*28 mm Durchmesser schützt dieser Nistkasten Zaunkönige oder
Blaumeisen vor Konkurrenz durch größere Vögel.